Brauerei und Mälzerei

Bereits im Jahre 1536 urkundlich erwähnt, ist die Brauerei seit 1898 im Besitz der Familie Merz. In unserer Brauerei sind traditionelle Gefäße und Brauverfahren neben modernen Einrichtungen einträchtig vereint um unsere (und Ihre) Ansprüche an die Bierqualität sicherzustellen. Das Reinheitsgebot von 1516 ist für uns das wichtigste Lebensmittelgesetz. In unserem Hause wird es das auch immer bleiben!

Das in unserer Brauerei benötigte Rauchmalz stellen wir in der hauseigenen Mälzerei nach jahrhundertealtem und sehr aufwendigem Verfahren selbst her: Dabei trocknet das Malz rund 24 Stunden in der sog. Darre über dem offenen Buchenholzfeuer und erhält dadurch das typische Aroma. Es erfordert Können, Gefühl und Zeit, um durch die Zugabe von Buchenholzscheiten in der Feuerung die richtigen Bedingungen für ein gutes Rauchmalz zu schaffen:  Der Braumeister und Besitzer der Brauerei „Spezial“ Christian Merz ist so regelmäßig auch in den Nachtstunden in seiner Brauerei und überwacht und lenkt den Prozess – denn gedarrt wird in der Brauerei Spezial nach wie vor von Hand! Durch die aufwendige Art der Malzherstellung wird ein milder, feiner Rauchgeschmack erzielt – typisch für Rauchbiere aus der Brauerei Spezial.

Dabei achten wir darauf, dass nur Gerste aus biologischem Anbau und unserer oberfränkischen Region für unser Rauchmalz aus der hauseigenen Mälzerei verwendet wird. Der Hopfen für unsere Biere stammt ausschließlich aus biologischem oder kontrolliertem Vertragsanbau aus Bayern. So werden nur beste und vor allem regionale Zutaten für unsere Rauchbierspezialitäten verwendet. Regional genießen in der Brauerei Spezial!

Brauerei Spezial | Fass
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  • Brauerei Spezial | Ofen in der Mälzerei
  • Brauerei Spezial | Darre
  • Brauerei Spezial | Die Braugerste beginnt zu keimen
  • Brauerei Spezial | Christian Merz an der historischen Schrotmühle
  • Brauerei Spezial | Christian Merz heizt die Darre mit Buchenholz ein
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Wie der Rauch ins Bier kommt …

Viele Legenden ranken sich um die Entstehung des Rauchbieres, das mit seinem ganz eigenen, malzig-rauchigem Geschmack aus der Masse der Biere hervorsticht:

Eine davon besagt, das einst bei einem Feuer in einer Brauerei das dort eingelagerte Malz von Rauch durchdrungen wurde. Da der Brauer arm war, war er gezwungen das mit dem „verräucherten“ Malz gebraute Bier zu verkaufen – Es schmeckte jedoch entgegen aller Befürchtungen so gut, sodass sich das „Rauchbier“ als eigene Biersorte durchsetzte.

Die Geschichte des Rauchbieres ist dabei eigentlich eine weitaus pragmatischere: So waren früher fast alle Biere „Rauchbiere“, denn die gekeimte und noch feuchte Gerste musste über dem offenen Feuer getrocknet werden. Andere Möglichkeiten zur Wärmegewinnung gab es kaum, denn die Trocknung durch die Sonne war klimatisch nicht überall möglich. Die Wärme und der Rauch strömten durch das auf der sogenannten Darre liegende Grünmalz, trockneten es durch Entzug der Feuchtigkeit und erhöhten damit gleichzeitig die Haltbarkeit.

Erst mit dem Beginn der Industrialisierung und den damit einhergehenden technischen Neuerungen wurde es möglich, das Grünmalz mit Kohle- oder Ölbetriebenen Heizungen zu trocknen. Schnell ersetzten die neuen Trocknungsverfahren die alte Methode der Feuertrocknung – sie waren kostengünstiger und v.a. leichter zu handhaben. In der Brauerei Spezial in Bamberg jedoch hat sich diese Tradition über die Jahrhunderte hinweg erhalten. Sie ist damit einige der wenigen Brauereien in Deutschland, die noch auf diese Art ihr Malz produziert.

Unsere Biere

Unsere kleine, handwerkliche Spezialitätenbrauerei stellt etwa 6.000 Hektoliter Rauchbiere pro Jahr in verschiedenen Sorten her, die in Bamberg „rund um den Schornstein“ vertrieben werden. Unsere Rauchbierspezialiäten werden Sie in keinem Getränkemarkt finden der mehr als ca. 15 km im Umkreis entfernt ist – dies garantiert Frische und kurze Transportwege.  Am besten genießen Sie ihr Seidla also vor Ort!

Lager

Unser Lagerbier ist die bekannteste Rauchbiersorte aus unserem  Spezialitätenangebot. Das bernstein-farbige Bier mit seinem feinen, milden Rauchgeschmack lässt auch Skeptiker zum überzeugten Rauchbierfan werden.

Märzen

Dunkles, malz-aromatisches Bier mit kräftigem Rauchgeschmack. Eine Spezialität die mit ca.13% Stammwürze eingebraut wird. Dieses Bier wird gerne von Leuten getrunken die etwas „Stärkeres“ vorziehen.

Weissbier

Als obergärige, spritzige Spezialität gibt es unsere „Spezialbräu Weisse“. Diese wird in Flaschen vergoren und hefetrüb ausgeschenkt.

Ungespundetes

Das Ungespundete ist unsere einzige Biersorte, die ohne Verwendung von Rauchmalz hergestellt wird. Das helle, unfiltrierte Bier mit feinem Hopfenaroma und wenig Kohlensäure heißt so, weil es im Lagerkeller ohne Spundung (also ohne Überdruck) gelagert wird bis es vollkommen ausgereift ist.

Bockbier

Ab Ende Oktober/Anfang November gibt es – traditionell zur Weihnachtszeit – unser „Bockbier“, ein dunkles, süffiges Starkbier mit ca. 16 – 17% Stammwürze. Unser Bockbier ist ein Geheimtipp unter den Bamberger Starkbieren und reicht deshalb meist nur bis kurz vor Weihnachten – probieren Sie also rechtzeitig!

Brauerei Spezial | Bockbier

Brauerei Spezial | Obere Königstrasse 10 | 96052 Bamberg
Telefon: +49 951 243 04 | Fax: +49 951 263 30 | brauerei-spezial[at]t-online.de